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Erklärung:
Normalerweise wird für ein Gespräch eigens eine Verbindung, oder auch Leitung, aufgebaut. Sie ist
nur für dieses eine Gespräch errichtet worden und fällt nach dem Telefonat zusammen.
Wenn die Leitung nicht genutzt wird, weil niemand etwas spricht, besteht die Leitung trotzdem weiter
und verbraucht deshalb Energie und natürlich eine Leitung. Man kann sich das so vorstellen, dass viele
Drähte nebeneinander liegen und Strom übertragen, auch wenn nichts passiert. Das ist Platz- und Stromverschwendung.
Bei IP-Internet-Telefonie werden nur wenn Töne übertragen werden kurz Leitungen aufgebaut. Wenn es still bleibt,
besteht keine Leitung, also liegen dann auch gerade keine Drähte herum und Energie fließt auch keine ins Nichts.
Das Telefonat wird als Datenpaket aufgeteilt über das Internet verschickt und am Ende wieder zusammengesetzt.
Viele Datenpakete von mehreren Internetnutzern teilen sich eine Leitung, was wesentlich effizienter ist, als
normale Funkverbindungen bei Handys oder die Telefonleitungen bei normalen Festnetzanschlüssen.
Normale Telefongespräche werden über eine Technik vermittelt, die "Least Cost Routing" heißt. Diese Technologie
ist teurer und hat einen höheren technischen Wartungsaufwand nötig, der dann natürlich auch mehr kostet,
als das bei IP-Telefonie der Fall ist. Ein Beispiel für die Einfachheit ist das sogenannte IP-Routing,
bei dem auch international ein bestimmter Weg für die Weiterleitung der Daten gewählt werden kann,
anstatt einfach einen der vielen freien Wege zu nutzen. Dies kann gewünscht sein, wenn die Kunden
beim Telefonieren nur über geprüfte Server vermittelt werden wollen oder nur über Firmeneigene, ein
sogenanntes WAN-Netz. Dazu ist im Gegensatz zu herkömmlichen Telefonievermittlungen kein besonderes Equipment
nötig, sondern kann über die bereits im Gebrauch befindlichen Router realisiert werden.
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Inzwischen nutzen auch Schüler und Mütter, neben Geschäftsleuten die IP-Telefonie, aber noch vor einigen Jahren
waren VOIP-Gespräche auf Intranetze, also interne Firmennetzwerke beschränkt. Diese Intranettelefonnetzwerke
wurden häufig durch Gateways mit dem normalen Telefonnetz verbunden und so konnte bequem auch "nach draußen"
telefoniert werden. In unserer heutigen Zeit mit den günstigen DSL-Flaterate Angeboten ist eine Standleitung ins
Internet keine Seltenheit sondern fast schon Standard und damit ist es jederzeit möglich zu sehr günstigen Preisen
zu telefonieren. Die Telefonkosten fallen dabei nämlich weg.
Es ist nicht einmal notwendig, dass beide Gesprächsteilnehmer die IP-Telefonie nutzen, es genügt schon, wenn nur
einer sich mit VOIP ins Netz einklinkt und der andere am gewöhnlichen Mobiltelefon oder Festnetzanschluss sitzt.
Der Vorteil ist der, dass man in Deutschland von einem normalen Telefon im Büro ein IP-Telefon in Hongkong
anruft und dabei nur die Telefongebühren für Deutschland Inlandsgespräche zahlen muss. Denn Sobald das Gespräch
aus dem Festnetz ins Internet gelangt, wird es dort über die herkömmliche Internet-Leitung nach Hongkong geleitet
und kommt dort bei einem IP-Telefon oder bei einem Computer raus. Der Wechsel in ein ausländisches Telefonnetz
ist dabei gar nicht nötig.
- Weiterführende Informationen
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